7 Schwaben in Santander/Spanien

7 Motorradfahrer besuchten das GtG 2017 in Santander vom 08. bis 11. Juni 2017. Das Airbus-Werk in Madrid war der diesjährige Ausrichter des Get-to-gether der Motorradfahrer aller Airbuswerke. Als ehemaliges Werk, darf auch Diehl-Aircabin an diesem Event teilnehmen. Die Motorradsparte „Aircabin Bikerclub“ tat dies auch dieses Jahr.
4 Mitglieder machten sich mit 2 Motorradgespannen und 3 Nichtmitglieder mit 2 Solomotorrädern am Pfingstmontag auf den 2.000km-Weg. Die Aussichten von den 5 Pässen in den ersten beiden Tagen waren leider sehr schlecht, da es nahezu pausenlos schüttete. Erst am Nachmittag des zweiten Tages kam die Sonne zum Vorschein. Dies wurde auch gleich genützt, um die „Pont du Gard“ zu besuchen. Am dritten Tag war dann die 2. Brücke, der momentane Stolz der Franzosen, der „Viaduc du Miaullt“ dran, ein wahrhaft imposantes Bauwerk. Am vierten Tag wurde gleich morgens die „Düne von Pylat“ bestiegen, 145 Treppen auf die weltgrößte Wanderdüne waren zu bewältigen. Der Ausblick ist überwältigend. In nördlicher Richtung liegt das Becken von Arcachon, in der Mitte der Ausblick auf den Atlantik und links, der kaum enden wollende Kamm der Düne.
Das Ankommen im 4-Sterne Hotel in Santander war geprägt vom Begrüßen von „alten“ Bekannten.
Motorräder in die Garage, einchecken, duschen und dann um 21.00 Uhr Abendessen vom Buffet. Die anschließende Begrüßung durch Organisator „Alfredo“ fiel recht herzlich aus. Jeder Teilnehmer erhielt (namentlich aufgerufen) eine Tüte mit Geschenken, darunter auch ein T-Shirt des diesjährigen Treffens.
Am Freitag erfolgte dann eine Ausfahrt in den Nationalpark „Los Picos de Europa“. Fast am Endpunkt der Straße, bei Fuente Dé, in den Bergen befand sich ein Restaurant (Hotel Parador), wo die Spezialitäten der Gegend bereits vorbestellt waren. Da der Zielpunkt zu früh erreicht war, bestand noch die Möglichkeit, mit der Gondel auf den benachbarten Gipfel zu fahren.
Der Mittag stand zur freien Verfügung. Was die meisten zur Erkundung von Santander nützten.
Am Samstag ging der Ausflug nach Laredo. Auf einer Landzunge befindet sich das Restaurante Tiburón. Tiburón heißt auf deutsch Hai. Dementsprechend gab es auch nach einer tollen Vorspeise einen leckeren Fisch. Die reinen Fleischesser kamen nicht zu kurz. Nach Nachtisch und Kaffee machte sich der Tross um 17.15 Uhr wieder auf die Rückreise.
Um 21.00 Uhr begann dann am Samstag Abend das Dinner im hoteleigenen Veranstaltungsraum. Nach 6 sehr interessanten, geschmackvollen Gängen war Alfredo angesagt. Er bedanke sich bei den Sponsoren, den Helfern und allen, die gekommen waren. Die vier speziell für das Treffen angefertigten Fahnen wurden verschenkt. Das nächste Treffen wurde bekannt gegeben: Nordenham. Alfredo wünschte allen Teilnehmern einen guten Nachhauseweg und anschließend viel Spaß mit der Rockband „Master Pflaster“ aus Zürich, die voriges Jahr auch bereits beim Treffen in den Pyrenäen gespielt hatte. Die Tanzerei war zuerst etwas mühsam. Nach kurzem dann aber ein Riesenspaß. Der Abend bot nochmals die Gelegenheit, bestehende Freundschaften zu pflegen und neue zu beginnen.
Sonntag früh verstreuten sich die Motorradfahrer wieder in alle Himmelsrichtungen.

Die Schwaben durch leichten Nieselregen zuerst 300 km direkt Richtung Süden. Vorbei am Ebro-Stausee dann entlang des Ebros und teilweise durch seine Schlucht. Burgos wurde passiert, weiter bis Aranda del Duero, wo man dann auf das Weinanbaugebiet des Duero stößt. Ab jetzt ging es dem Duero entlang nach Osten. An Venta Nueva führte dann der Weg in Richtung Norden, um den See „Embalse de la Cuerda del Pozo“ zu erreichen. Nach Vinuesa bogen wir dann, gemäß einem Tip von „Alfredo“ links ab, um uns den „Schwarzen See“ (Laguna negra) anzuschauen. Nach einer etwas holprigen Strecke folgten etliche Kilometer Einbahnstraße, um endlich an einem Parkplatz zu enden. Der See liegt nochmals 1,8 km bergauf, unterhalb von den Bergen. 6 Personen machten sich auf den Weg, um nachzuschauen, ob der See wirklich schwarz ist. –Leider nein. Ein etwas dunkleres Pastellgrün lag, von Felsen eingebettet, vor uns. Eine kurze Steganlage führte am Südufer entlang. Von hier aus ist auch noch ein Gletscher erreichbar. Aus Zeitgründen verzichteten wir aber darauf. Nach dem Vesper ging es weiter Richtung Osten bis nach Barbastro. Wir fuhren den beiden Stauseen Embaise de El Grado und Embaise de Mediano entlang bis Ainsa. Über den Collado de Foradada (1.020.m) und den Collado de Espina (1.407m) nach El Port de Suert, wo nochmals die Vorräte für das Picknick aufgefrischt wurden. Es folgten die Pässe Coll de Creu de Perves (1.350 m) und Coll dell Canto (1.725 m). Urplötzlich waren wir in Andorra und machten in Andorra la Vella Station, da auch eine Solomaschine gerade einen Hinterreifen benötigte. Richtung Norden folgte Aix-les Thermes. Der Pass Port de Pailhères war vorläufig der letzte. Wir folgten den Fluss Aude und gelangten in die erste Schlucht: Gorges de St. Georges. Durch den wesentlich längeren, bekannteren und vor allem beeindruckenderen Gorges de Galamus fuhren wir zu unserer nächsten Unterkunft in Narbonne. Am nächsten Morgen wollten wir in Béziers die 7 Staustufen und das Schiffshebewerk besichtigen. Da hier aber die Anlage neu gebaut wurde, war alles abgesperrt. Der Zutritt ist erst wieder im Juli möglich, dann nur noch gegen Gebühr. So besichtigten wir den Hafen am Canal du midi, unmittelbar neben der Wasserbrücke, die über den Bahnverkehr geht. Über Montpellier, Nimes und Avignon ging es nach Digne-les-Bains, unserer letzten Übernachtung in Frankreich. Am nächsten Morgen fuhren wir in die Berge: Col du Labouret (1.240 m) und Col de Maure (1.346 m). Der Lac de Serre-Poncon beeindruckte mit seiner hellblau-türkisen intensiven Farbe. Nach Briancon folgten die Pässe Schlag auf Schlag: Col du Lautaret (2.058 m), Col du Galibier (2.646 m), Col du Plan Nicolas (2.406 m), Col du Télégraphe (.566 m), Col de la Madeleine, Col du Petit-Saint-Bernard (2.188 m). Nach diesem tollen Tag, mit imposanten Aussichten, verbrachten wir dann die letzte Nacht der Tour in einem Agritourismo, 7 km oberhalb von Aosta. Leckere Hausmannskost versüßte uns den letzten Abend.
Die letzte Etappe bescherte uns noch den Grand-St.-Bernard Pass (2.469 m). Heimkommen über den Bodensee ist immer wieder schön. Einen letzten Kaffee gab es dann in einer Besenwirtschaft bei Bavendorf.
Es war für alle eine tolle Tour mit netten Gesprächen /auch Kontakten in Santander, Begegnungen unterwegs. Wir hatten super Wetter, bis zu 38 Grad, genossen die Düfte nach Ginster, Lindenblüten und den Duft der Weinberge am Duero. Insgesamt 5.000 km, die ich nicht missen möchte.
Bernd Graf

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